Online-Banking: Sicherheit ist alles

Online-Banking: Sicherheit ist alles

Egal ob wir in einem Onlineshop einkaufen oder auf Ebay etwas ersteigern. Heutzutage gehen wir nicht mehr zur Bank um eine Überweisung zu schreiben. Nein, wir machen das ganze online.

Für alle die bisher noch kein Onlinebanking genutzt haben, möchte ich hiermit erst einmal die wichtigste Frage vorweg nehmen.

Was ist Online-Banking?

Mit dem Online-Banking hat der Bankkunde die Möglichkeit, seine Konten (Banking) über das Internet (Online) zu führen. Hierbei unterscheidet man zwischen zwei Arten des Online-Banking.

  1. Die bekannteste und am meist genutzte Methode ist das Online-Banking über den Internetbrowser. Das heißt:
    Der Kunde gibt die Internetadresse seiner Bank in den Browser ein und kann sich dort mit seinem Benutzernamen und dem Passwort anmelden.
  2. Das sogenannte Home-Banking.
    Der Bankkunde kann bei dieser Methode alle Eingaben vornehmen, die er für sein Onlinegeschäft benötigt – muss aber nicht online mit der Bank verbunden sein. Erst wenn das Geschäft tatsächlich durchgeführt werden soll, muss der Kunde sich für die Übertragung der Daten mit der Bank verbinden.

Für beide genannten Methoden wird eine PIN und eine TAN benötigt.
Der Unterschied ist der, dass beim Home-Banking auch eine Chipkarte mit Chipkartenleser (HBCI-Verfahren) eingesetzt werden kann.

Das Chipkartenlesegerät kostet leider extra und kann direkt bei der Bank erworben werden. Eine passende Finanzsoftware wird für diese Methode auch benötigt.

Das es in meinem Blog um das Thema Sicherheit geht, muss ich sagen,  dass Methode 2. – sprich das Home-Banking mit Chipkarte und Chipkartenlesegerät momentan das sicherste Verfahren ist – doch es ist mit Kosten verbunden.
Aber auch das Online-Banking über den Internetbrowser kann sicher sein, wenn man ein paar Dinge beachtet (siehe unten: Wie kann ich mich schützen?)


Transaktionsnummern (TAN)

Damit die Bankkunden die TAN erhalten, bieten die Banken mittlerweile verschieden Verfahren an.
Das sind zum einen:

  • die mobile TAN (mTAN):
    Nachdem eine Überweisung oder sonstiges Geschäft bestätigt werden muss, kommt die TAN per SMS auf das Handy (zusätzliche Kosten)
  • smartTAN:
    Die TAN wird von einem Gerät (Generator) erzeugt, hierzu befindet sich die Bankkarte im Gerät und wird an eine Art Barcode am Bildschirm gehalten (zusätzliche Kosten)
  • iTAN:
    Die TAN befindet sich auf einer durchnummerierten Liste, die dem Kunden per Post zugesandt wird (dieses Verfahren wird von den meisten Banken aus Sicherheitsgründen nicht mehr angeboten)

Die sichersten Verfahren sind die smartTAN und MobileTAN, diese sind aber mit weiteren Kosten verbunden. Allerdings haben hier Betrüger kaum Chancen, TAN’s abzufangen.

Und dann kommen wir auch schon zur nächsten Frage.


Was sind die Tricks der Betrüger?

Hierzu hat Bild.de eine schöne Aufstellung gemacht, die ich an dieser Stelle für sinnvoll halte.

E-Mails
Es werden gefälschte E-Mails verschickt, die angeblich von deiner Bank kommen. In denen wird man aufgefordert, die Kontonummer, PIN oder TAN einzugeben. Das bitte niemals tun!
Merke: Die Bank würde dich niemals zu diesen Eingaben auffordern!

Schadsoftware
Diese wird auf dem Rechner installiert (meist über manipulierten Webseiten) und schickt die sensiblen Eingaben an die Betrüger weiter

Finanzagenten
Sie geben sich als Vertreter von irgendwelchen Firmen aus und verlangen deine Daten

Internetcafés
Hier ist erhöhte Vorsicht geboten. Denn hier können Betrüger sehen, welche Daten in den Browsern der Rechner noch gespeichert sind

Öffentliche W-LAN Hot Spots
Betrüger versuchen an den öffentlichen W-LAN Hot Spots auf die Rechner und die Handy’s der Bankkunden zuzugreifen. An solchen öffentlichen W-LAN Zugängen immer darauf achten, dass in der Adress-Zeile https://… steht.


Wie kann ich mich schützen?

  1. PIN-Nummer geheim halten = Niemals irgendwo notieren
  2. Online-Banking wenn möglich immer nur auf dem eigenen Rechner machen.
    Wenn dies nicht möglich ist und du z. B. an einem öffentlichen W-LAN Hot Spot bist, dann immer auf eine gesicherte Internetverbindung achten (https).
    Solltest du deine Bankgeschäfte in einem Internetcafé durchführen, lösche danach den Verlauf bzw. den Cache des Browsers.
    Vielleicht einfach mal ein Programm wie CCleaner runterladen, dass löscht deine hinterlassenen spuren, ohne das man viel Kenntnisse haben muss.
  3. Niemals eine TAN zweimal eingeben. Sollte es nämlich mal mit einer TAN nicht funktionieren, dann wirst du zur Eingabe einer neuen TAN aufgefordert.
  4. Achte auf die korrekte Internetadresse deiner Bank (z. B. www.volksbank.de)
  5. Regelmäßige Überprüfung der Kontoauszüge
  6. Hinweis für mobiles Banking: Bitte beim Onlinebanking über das Handy immer nur die jeweiligen Apps der Banken nutzen. Denn die stellen automatisch eine gesicherte Verbindung her. Alles andere ist zu riskant und kann leicht zum Datenklau führen.



Wer haftet bei einem Schaden?

Zu diesem Thema habe ich vor kurzem eine aktuelle Meldung rausgegeben.

Der Kunde haftet bis zu einem Schaden von bis zu 150 Euro. Ausnahme:
Er handelt grob Fahrlässig z.B. die PIN und TAN wurde auf einem Zettel in der Geldbörse notiert.

Die Banken sind bei einem Schaden meist sehr kulant, so dass der Bankkunde meist alles erstattet bekommt. Sie ist aber nicht verpflichtet den entstandenen Schaden zu erstatten.
Also bitte immer vorsichtig sein.

 

Mal wieder hoffe ich, das ich euch mit diesem Artikel für eure zukünftigen Bankgeschäften mehr Wissen und Sicherheit geben konnte!?
Um so mehr würde ich mich natürlich über ein Kommentar freuen.

Bild: © Stefan Balk – Fotolia.com

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