Schufa-Auskunft über Facebook und Twitter

Wie die Tage in den Medien zu sehen war, will die Schufa nun auch auf Daten in sozialen Netzwerken zurückgreifen.
Datenschützer schlagen bereits Alarm! Denn ist diese Art von Datensammlung überhaupt rechtlich einwandfrei?

Nun will die Schufa die Kreditwürdigkeit von Personen auch über die sozialen Netzwerke bestimmen.
Unter diesen befinden sich unter anderem Facebook, Twitter, LinkedIn, Yasni und Xing.
Hierzu will die Schufa gezielt Daten von Verbrauchern sammeln.
Dabei soll ein Augenmerk auf die Freunde, geschriebene Beiträge und Fotos gelegt werden.

Die Schufa bestätigte bereits, dass es sich hierbei “noch” um ein Forschungsprojekt handelt. Unterstützt werden sie natürlich von denen, die unsere Daten brauchen, wie z. B. Versandhäusern oder Banken. Ob das Forschungsprojekt in die Realität umgesetzt wird, ist noch unklar. Sollte die Schufa dies jedoch vorhaben, wird sie auf viel Gegenwind stoßen.

Ich persönlich finde, dass dieses Vorgehen etwas zu weit geht. Klar, man sollte natürlich immer darauf achten, was man in der Öffentlichkeit – vor allem aber im Internet von sich preis gibt. Aber sollen wir jetzt noch Angst haben, dass wir evtl. wegen eines Fotos mit der Bierflasche in der Hand, nicht mehr Kreditwürdig sind?

2 Antworten to “Schufa-Auskunft über Facebook und Twitter”

  1. fschuetz sagt:

    Für uns selbst war das keine große Überraschung, da über Yasni ohnehin nur frei verfügbare Informationen angezeigt werden. Und dass Yasni schon immer stark von Behörden genutzt wird, war spätestens seit dem Heise-Artikel klar, zu finden bei uns im Blog:

    http://blog.yasni.de/business/der-schufa-forschungsplan-schlaegt-wellen/

  2. Sven Scheuerle sagt:

    Hallo Florian, das kann ich mir vorstellen. Yasni ist eben eine kostenlose Personensuchmaschine, auf der man aus eigener Erfahrung raus, gezielt Infos filtern kann. Das eure Suchmaschine auch von Behörden genutzt wird, ist somit eigentlich kaum verwunderlich ;-).
    Generell aber finde ich die Schufa-Idee ein zu starken Eingriff in die Privatsphäre jedes Nutzers!

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