Personensuchmaschinen im Internet

Personensuchmaschinen im Internet

Jeder von euch hat bestimmt schon mal davon gehört. Es gibt Suchmaschinen, die gezielt Personendaten im Internet suchen. Vor allem Unternehmen nutzen diese, um vielleicht vorab etwas über den neuen Mitarbeiter zu erfahren.

Doch was sind Personensuchmaschinen?

Es ist schon etwas länger her, da habe ich einen Artikel geschrieben – der sich „Was weiß das Internet über mich“ nennt. Hier habe ich kurz erklärt, wie man genau rausfinden kann, was das Netz alles über einen weiß.

Doch heute möchte ich speziell auf die Suchmaschinen eingehen.
Wie der Name schon sagt, sammeln Suchmaschinen, die speziell auf Personendaten aus sind – auch genau diese Daten. Bei diesen Suchmaschinen geht es nicht darum z. B. Ergebnisse über ein Thema (Hund, Katze, Maus) zu finden – sondern diese liefern genaue Daten zu jeder Person, die Daten über sich im Internet preis gibt.


Wie funktioniert eine Personensuchmaschine

Personensuchmaschinen durchsuchen das Internet in regelmäßigmäßigen Abständen. Das können Soziale Netzwerke, Telefonbücher, Fotos etc. sein. Auf einer Sammelseite listet die Personensuchmaschine die Ergebnisse mit Quelleangabe dann auf. Je häufiger ein Name vorkommt, desto unwahrscheinlicher ist es, von den Suchmaschinen entdeckt zu werden bzw. das Daten gesammelt werden. Ist der Name jedoch selten, können die Suchmaschinen ein extrem genaues „Profil“ dieser Person erstellen.


Dürfen Personensuchmaschinen meine Daten sammeln?

Das ist im Grunde eine berechtigte Frage. Hier scheiden sich die Geister.
Kurz gefasst, ist es nicht erlaubt, dass jemand Daten über jemanden sammelt, diese speichert und veröffentlicht. Bei den Suchmaschinen ist es allerdings so, dass diese den Inhalt nicht speichern, sondern die gefundenen Inhalte auf einer „Sammelseite“ wie oben schon genannt, einfach wiedergeben. Personensuchmaschinen sind aber im Zweifel verpflichtet, gefunden Inhalt zu entfernen, wenn der Nutzer hierduch geschädigt wird. Das kann der Fall sein, wenn unerwünschte Fotos von Dritten oder Beleidigungen auftauchen.

Solche Fundstellen können in jedem Fall ein Nachteil sein, sollten Sie sich gerade bei einem Unternehmen beworben haben oder jemand nach Ihnen sucht, der eigentlich nichts von Ihnen wissen sollte. Auf der anderen Seite ist es ganz schön zu sehen, welche Daten das Internet über mich im Netz gespeichert hat. So hat man jederzeit die Möglichkeit, Daten auf den entsprechenden Seiten löschen zu lassen.

 

Fazit

Ich persönlich bin hin und her gerissen. Wie oben schon gesagt, Personensuchmaschinen haben Nachteile aber auch ihre Vorteile. In jedem Fall sollte man darauf achten, was man ins Internet stellt und welche Daten man im Internet veröffentlicht. Geht man achtsam mit seinen Daten um hat man im Grunde nichts zu befürchten, auch wenn die Suchmaschine einen früher oder später finden wird.

Auf folgenden Seiten (yasni.de, zabasearch.com, wink.com) könnt Ihr schauen, was über euch gefunden wird. Viel Spaß 🙂

4 Antworten to “Personensuchmaschinen im Internet”

  1. fschuetz sagt:

    Ein mehr als ordentlicher Artikel zum Thema Personensuchemaschinen und vielen Dank für die Erwähnung von Yasni. 😉

    Wir finden es wichtig, bei der Personensuche für Chancengleichheit zu sorgen. Personaler und Headhunter suchen ohnehin nach diesen Informationen. Mit Yasni kann man vorab schnell und regelmäßig schauen, was über einen im Netz zu finden ist. Viele Menschen leben häufig noch nach dem Motto „was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss“. Was nichts daran ändert, dass die Informationen öffentlich(!) zu finden sind.

    Das automatische Erstellen von Personenprofilen ist in Deutschland allerdings verboten. In den USA läuft es da ganz anders. Wir zeigen auch immer nur Ergebnisse zur Kombination von Vor- und Nachname an, niemals direkt zu einer spezifischen Person.

    Vielleicht noch was generelles zum Thema Suchmaschinen:

    Yasni ist eine Suchmaschine und solange Daten frei zugänglich im Internet stehen, werden sie auch von Suchmaschinen gefunden.
    Wenn man nicht gefunden werden möchte, sollte man sich direkt an die Stelle wenden, an der die Daten gespeichert sind, um eine Anonymisierung, Löschung oder Aktualisierung zu erreichen.
    Die jeweiligen Seiteninhaber können anhand der Links auf der Suchergebnisseite von Yasni festgestellt werden.

    Nichtsdestotrotz sperren wir natürlich persönlichkeitsrechtsverletzende Links, die noch aktiv sind. Dazu müssten uns die Links allerdings genau benannt und die Rechtsverletzung nachgewiesen werden, damit wir eine Prüfung vornehmen können.

  2. Sven Scheuerle sagt:

    Hallo Florian,

    freut mich, dass der Artikel dir gefällt ;-).
    Es gibt ja auch immer wieder Kritik an Personensuchmaschinen – aus diesem Grund wollte ich diesen Artikel schreiben.
    Solche Suchmaschinen haben natürlich – wie ich im Artikel schon erwähnt habe, Vor- und Nachteile.
    Aber danke für deine zusätzlichen Informationen, dass wird sicher den ein oder anderen Leser interessieren.

    Grüße Sven

  3. fschuetz sagt:

    Hallo Sven,

    sehr gerne! 😉 Ich bin sicher, dass Artikel vielen Personen beim Thema Personensuchmaschinen weiterhelfen kann. Es ist ja leider häufig so, dass der Überbringer von schlechten Nachrichten den Ärger abbekommt, obwohl er selbst nicht die Quelle des Übels ist, sondern nur der Botschafter.

  4. Sven Scheuerle sagt:

    Das stimmt wohl. Wenn man achtsam mit seinen Daten umgeht, hat der Nutzer in der Regel nichts schlimmes zu befürchten.
    Personensuchmaschinen sind eine gute Gelegenheit, um zu erfahren, was über einen im Netz verbreitet ist. So hat jeder die Möglichkeit, ungewollte Daten auch wieder löschen zu lassen.

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