Anonym im Internet surfen 1-3

Anonym im Internet surfen 1-3

Wer wünscht sich heute nicht unsichtbar im Netz zu surfen? Nach den aktuellen Vorfällen – ich sag nur USA, gibt es sicher einige unter uns, die sich Anonymität im Netz wünschen. Wie das funktionieren kann möchte ich euch in dieser Artikelserie kurz erläutern. 

Was ist Anonymität?

Unter dem Begriff Anonymität verbirgt sich der Zustand, wenn eine Person – die in unserem Fall durch das Internet surft, nicht identifiziert werden kann. Doch ist das heute im Netz möglich, und wenn ja, wie?

Wie surfe ich im Internet anonym?

Es gibt spezielle Programme, die deine Spuren im Internet verschleiern können.
Für alle, die nicht so Technikaffin sind nochmal eine kurze Erklärung:

Wenn wir durch das Internet surfen, hinterlassen wir in der Regel einen Fingerabdruck. Dieser Fingerdruck wird jedem Nutzer zugeordnet, durch die sogenannte IP-Adresse. Sollten wir nun eine Internetseite besuchen, verraten wir uns über unsere IP-Adresse, die im schlimmsten Fall bis zu jedem Nutzer zurückverfolgt werden kann. So lässt sich das genaue Surfverhalten protokollieren.
Nun kenne ich keinen, den das freuen würde.

Genau aus diesem Grund gibt es Anonymisierungsdienste. Wie bei allen Programmen gibt es hier kostenpflichtige und kostenlose Dienste.
Als kostenlosen Dienst kann ich Torpark empfehlen, welches z. B. bei CHIP heruntergeladen werden kann.

Was geschieht bei der Anonymisierung?

Fast bei jedem Anonymisierungsdienst werden sogenannte Proxy-Server eingesetzt.

Das heißt: Die eigene IP-Adresse wird an einen Server geschickt, der diese gegen eine andere IP-Adresse austauscht. Dieser Server widerum sendet die eben getauschte IP-Adresse wieder an den nächsten Server, der genau dasselbe macht. So geht es nun von Server zu Server. Je mehr Proxy-Server zu diesem Zeitpunkt geschaltet sind, destso besser lässt sich die eigene IP-Adresse verschleiern. (Kurzes Beispiel aus der Praxis: Hinter mehr Personen man sich versteckt, desto schwieriger ist es für jemand anderen, sichtbar zu sein)

Der Nachteil bei solchen Diensten ist meist eine sehr langsame Surfgeschwindigkeit. Das liegt daran, dass wir nicht die einzigen sind, die diese Programme nutzen. Je mehr Nutzer über die Proxy-Server versuchen, Ihre Identität zu verschleiern, destso langsamer surfen wir durch das Netz.

Wer will überhaupt anonym im Internet surfen?

 Ich komme auf diese Frage zurück, da ich hierzu einen sehr interessanten Artikel auf folgender Seite gelesen habe (Yasni Blog). Hier hat der Autor (Florian – grüß dich ;-)) mal einen Artikel zum Thema „Deutsche sind gegen Anonymität im Netz“ verfasst.
Basieren tut das ganze auf einer Umfrage, laut dieser wollen sich

  • 52 % der Befragten im Netz zeigen, jedoch bestimmte Bereiche im Internet Anonym nutzen,
  • 15 % der Befragten sind sogar für ein Verbot von Anonymität im Netz und
  • 33 % sind für die volle Anonymität im Netz

Jetzt seit Ihr wahrscheinlich überrascht – das war ich auch! Mit solch einem Ergebnis hätte ich jetzt nicht gerechnet.

Fazit

Ich bin absolut dafür, dass es Anonymisierungsdienste gibt. Jeder Nutzer sollte selbst und eigenständig entscheiden können, welche Daten er im Internet hinterlassen möchte.

Eure Meinung würde mich interessieren, was denkt ihr über die Anonymität im Internet?

Artikelserie:

Teil 2 folgt mit: Vorstellung des kostenlosen Anonymisierungsdienstes „Torpark“
Teil 3 folgt mit: Vorstellung eines kostenpflichtigen Anonymierusngsdienstes (welches, werde ich noch entscheiden ;-))

2 Antworten to “Anonym im Internet surfen 1-3”

  1. fschuetz sagt:

    Wir waren auch etwas überrascht von den Ergebnissen der Umfrage. Richtig spannend wurde es dann, als wir uns die Umfrage in anderen Länder angeschaut haben. Da waren zum Teil doch einige Unterschiede zum Abstimmungsergebnis in Deutschland.

  2. Sven Scheuerle sagt:

    Es ist wirklich erstaunlich, wie unterschiedlich die Meinungen doch noch sind.
    Die Ergebnisse schaue ich mir gerne mal an – dass würde mich auch nochmal interessieren :-).

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