Google muss vergessen!

Google muss vergessen!

Google kann laut Europäischen Gerichtshof dazu verpflichtet werden, Verweise zu sensiblen persönlichen Daten, aus den Suchergebnissen zu entfernen.

Die Suchmaschine muss nach Verlangen einen Nutzers nun zusehen, dass Verlinkungen auf persönliche Daten entfernt werden. Jedoch ist das nur möglich, wenn Informationen einige Jahre alt sind oder die Informationen nicht mehr der Wahrheit entsprechen.

Wie funktioniert die Löschung personenbezogener Suchergebnisse?

Will ein Internetnutzer ein oder mehrere Verweise auf persönliche Daten aus den Suchergebnissen löschen lassen, muss er sich zuerst direkt an Google wenden. Dort kann dem Antrag folge geleistet werden oder er wird abgelehnt. Sollte der zweite Fall eintreffen, also Google lehnt die Löschung ab, kann sich der Nutzer an einen für ihn zuständigen Datenschutzbeauftragten wenden. Dieser hat die Möglichkeit, das Recht des Nutzers auf gerichtlichem Wege einzufordern.

Der Fall der alles auslöste:

Ein Spanier hatte gegen Google geklagt, da ein über 15 Jahre alter Artikel noch in Verbindung mit seinem Namen, in den Suchergebnissen von Google zu finden war. Hierbei handelte es sich um einen Zwangsversteigerung, die nicht mehr relevant war, weil sie schon so viele Jahre her ist.

Der Betroffene fühlte sich jedoch mit diesem Verweis geschädigt. Den jeder, der seinen Namen in die Suchmaschine eingab, hätte früher oder später auf diesen Artikel stoßen können.

Der Spanier klagte gegen Google und bekam – für alle überraschend, vom Europäischen Gerichtshof sein Recht zugesprochen. Weitere Informationen zu diesem Thema findest du  unter folgendem Link: Bernd Fuhlerts Verbraucherschutz-Blog.

Mit dieser Problematik beschäftigen sich die Datenschützer schon seit Jahre, doch hatte wohl noch nie jemand versucht gegen Google zu klagen. Nach diesem K.O. für Google, rechnet der Konzern mit einer Flut von Lösch-Anträgen, die auf die Mitarbeiter zukommen werden.

Welche Daten speichert Google überhaupt?

Wie wir alle wissen, ist Google die größte Suchmaschine die es auf dem Markt gibt. Um die Nutzerwünsche erfüllen zu können und zur jeder Suchanfrage die passenden Ergebnisse aufzulisten, werden so gut wie alle Daten gesammelt und für die Ergebnisse herangezogen.

Das sind:

  • IP-Adressen: Somit weiß Google aus welcher Stadt du kommst
  • Suchbegriffe: Begriffe die du über die Suchmaschine eingibst, werden gespeichert
  • Browser: Auch der Browser, mit dem du gerade online bist, kann identifiziert werden

Um die Aufzählung jetzt nicht zu lang werden zu lassen, habe ich nicht alle Punkte aufgeführt. Jedoch kann Google mit all diesen Informationen ein sehr genaues Nutzer-Profil eines jeden Anwenders erstellen. So werden beispielsweise dein Alter, dein Geschlecht oder auch deine Interessen bestimmt.

Und das ist noch lange nicht alles. Wir nutzen Google nicht nur als Suchmaschine, sondern im Alltag auch für einige andere Zwecke.
So sage ich nur Google Maps, um die nächste Reise zu planen. YouTube, auf dem du dir das neue Video deiner Lieblingsband ansiehst. Android, was auf dem größten Teil aller Smartphones installiert ist. Soll ich weiter machen? Lieber nicht!

Wie du siehst, hat Google eine große Machtstellung, da der Konzern wirklich überall vertreten ist. Und genau aus diesen ganzen Quellen wächst dein Nutzer-Profil von Tag zu Tag mit immer weiteren Informationen. Aber auch Firmen können von unerwünschten Verweisen in den Suchergebnissen betroffen sein. Hierbei kann ein externer Datenschutzbeauftragter beratend tätig werden und weiterhelfen.

Fazit

Im Grunde ist es eigentlich nicht zu verhindern, dass Google personenbezogene Daten speichert und diese in den Suchergebnissen angezeigt werden.

Wie schon oft genug in meinem Blog erwähnt, sollte man aufpassen, welche Daten im Internet preis gegeben werden. Findest du jedoch jetzt einen Verweis, der dir nicht für richtig erscheint, dann wende dich direkt an Google!

Artikelbild: Google.de

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