Die Cloud: Nutzung und Sicherheit!

Was ist eine Cloud?

Das Wort Cloud kommt aus dem Englischen und heißt übersetzt „Wolke“. Um den Begriff etwas zu verdeutlichen, reden wir bei einer Cloud von einer Daten-Wolke.
Daten-Wolke deshalb, weil Dateien wie Dokumente, Musik oder Bilder in dieser Wolke gespeichert werden können.

Wo man früher noch ganze Festplatten, CD´s oder USB-Sticks mit sich rumgetragen hat, kann man heute ganz bequem – von überall, auf seine Daten in der Cloud zugreifen.

Was heißt das jetzt genau?

Eine Cloud ermöglicht die Datenablage bzw. Datenzwischenlagerung auf einem Server eines entsprechenden Anbieters, auf den man von überall zugreifen kann. Alle in der Cloud gespeicherten Daten können also jederzeit abgerufen werden. Dabei spielt es auch keine Rolle ob hierzu ein Laptop, Tablet oder Smartphone genutzt wird. Mit jedem dieser Geräte ist der Zugriff auf die Daten möglich.

Hierzu musst du dich jedoch zuvor bei einem entsprechenden Anbieter angemeldet haben und die Daten in der Daten-Wolke vorhanden sein.

Wieso eine Cloud benutzen und für wen macht es Sinn?

Die Nutzung einer Cloud macht für jeden Sinn, der absolut flexibel sein will und wirklich zur jederzeit auf seine Dateien zugreifen möchte. Das kann jemand sein, der von unterwegs arbeitet oder die Daten einfach nicht lokal auf seinem Rechner speichern will.

Des Weitern bieten die meisten Anbieter sogar eine Freigabe einzelner Dateien oder Ordner, damit diese mit Freunden geteilt werden können. Das kann sich beispielsweise lohnen, wenn mehrere Personen auf eine Datei oder einen Ordner zugreifen müssen. Aber auch das neue Fotoalbum kann so online von der ganzen Familie angesehen werden.

Vor- und Nachteile der Cloud

Ich werde hier nun die für mich wichtigsten Punkte erwähnen, die eine Cloud-Nutzung betreffen. Mit Sicherheit gibt es noch einige weitere Punkte, die auf dieses Thema zutreffen. Solltest du also die Liste ergänzen wollen, dann hinterlasse doch einfach ein Kommentar :-).


Vorteile

  • Mit wenigen Klicks können Daten mit Freunden oder Kollegen geteilt werden
  • Bearbeitung einzelner Dokumente ist mit mehreren Personen möglich
  • Der Zugriff auf die Daten kann jederzeit und über jedes beliebige Gerät erfolgen (PC, Tablet, Smartphone)
  • Die Daten sind vor einem Fesplattencrash geschützt
  • bis zu einer gewissen Datenmenge ist die Cloud kostenlos


Nachteile

  • Die Daten liegen meist auf einem Server im Ausland (Sicherheit, Datenschutz)
  • Es muss eine Internetverbindung vorhanden sein, sonst ist der Zugriff auf die Daten nicht möglich
  • Gibt es bei dem Cloud-Anbieter eine Störung, können Dateien nicht abgerufen werden


Sind meine Daten in der Wolke sicher?

Mit dieser Frage beschäftigen sich wohl die meisten, bevor sie einen Online-Speicher in Anspruch nehmen werden.

Im Grunde würde ich hierauf antworten: Wenn der Wille da ist, die Daten sicher in einem Online-Speicher abzulegen, dann können die Daten sicher sein!
Dennoch gibt es den ein oder anderen Punkt, der beachtet werden sollte.

Datenschutz

Wie eben schon kurz erwähnt, haben die meisten Cloud-Anbieter ihre Server im Ausland stehen. Nun kommt noch hinzu, dass nicht in jedem Land die gleichen Datenschutzrechte gelten.

Das Deutsche Datenschutzrecht gilt für personenbezogene Daten in der Cloud und betrifft alle persönlichen und sachlichen Daten einer Person. Dies kann aber nur zur Anwendung kommen, wenn sich der Anbieter innerhalb der EU befindet und der Nutzer seinen Wohnsitz in Deutschland hat.

Zu Problemen kommt es, wenn der Anbieter außerhalb der EU ansässig ist.
Meist gibt es in diesen Ländern nur ein sehr undurchsichtige Datenschutzgesetz bzw. ist die Anwendung des Datenschutzes alles andere als sicher.

Die Anbieter haben also keine klaren Vorgaben, an die sie sich beim Datenschutz halten müssen. Somit kann der Nutzer also nie wirklich wissen, was mit seinen Daten passiert. In solchen Fällen kann ich persönlich nur empfehlen, keine sensiblen Daten bei diesen Anbietern zu hinterlegen.

Tipp: Achte auf den Server-Standort!

Nicht immer auf den Cloud-Anbieter verlassen

Den sichersten Weg geht der, der wichtige Daten nicht nur im Cloud-Speicher ablegt, sondern diese auch noch zusätzlich auf andere Speicher-Medien lagert. Denn auch die Cloud-Anbieter sind nicht zu 100 % vor einem Totalausfall geschützt.

Tipp: Speichere deine Dateien mehrfach!

Hackerangriff – wer ist Schuld?

Nichts ist unmöglich, auch nicht für Hacker. Natürlich kann es Hackern gelingen den Cloud-Speicher zu hacken umso Zugriff auf die hinterlegten Daten zu erlangen. Dem Anbieter kann hierbei jedoch nur die Schuld zugetragen werden, wenn er die Sicherheitsstandards verletzt hat.

Du als Nutzer kannst natürlich auch zur ein oder anderen Sicherheitslücke beitragen. Gelangen Schad-Programme auf dein System, die so deine Zugangsdaten ausspionieren, bist du „leider“ selber dran schuld. Deshalb sollten gewisse Schutzmaßnahme ergriffen werden, die dein System vor Schädlingen schützen. In meinem Artikel zum Thema „Tipps für mehr Sicherheit auf dem PC“ kannst du dir einige Informationen hierzu durchlesen.

Tipp: Sorge auch du vor!

Verschlüsselung

Die Option, Daten im Online-Speicher verschlüsselt abzulegen, kann die Sicherheit der Daten in der Cloud um ein vielfaches erhöhen.

Ich möchte hier kurz das kostenlose Tool TrueCrybt erwähnen.  Mit diesem Tool hast du die Möglichkeit, eine Art Daten-Container zu erstellen, indem alle Dateien mit dem Verschlüsselungsalgorithmus AES, verschlüsselt abgelegt werden können. Der Container wird lokal auf deinem Rechner erzeugt und kann anschließend in den Cloud-Speicher abgelegt werden. Des Weiteren kannst du auf den erzeugten TrueCrybt-Container nicht nur vom Rechner aus zugreifen, sondern auch von unterwegs, mit entsprechenden Apps.

Zum Thema Verschlüsselung möchte ich dir ein tolles e-Book empfehlen, indem du umfangreiche Informationen zu diesem Thema erhältst. Mehr dazu hier! Außerdem kannst du dein Wissen zum Thema Verschlüsselung mit dem Wissenstest von Stefan Schindler (einfachverschlüsseln.de) testen.

Tipp: Bevor du Daten in die Daten-Wolke lädst, verschlüssele sie!

Passwörter

Viele von uns kennen die Möglichkeit, Passwörter bzw. Nutzerdaten beim einloggen zu speichern. Das ist zwar komfortabel aber nicht gerade die sicherste Variante. Deshalb sollten Nutzerdaten bei dem Einloggen immer manuell eingegeben werden. Abhilfe kann hierbei ein Passwort-Manager schaffen. Mehr zum Thema „Passwort-Manager“ kannst du hier nachlesen.

Tipp: Sicherheit geht vor Bequemlichkeit!

Nutzungsbedingungen der Cloud-Anbieter

Sinnvoll ist es auch, sich die Nutzungsbedingungen eines jeden Cloud-Anbieters genau durchzulesen. Einige Anbieter behalten sich nämlich Nutzungsrechte an hochgeladenen Dateien vor.
Das können Änderungen an Daten sein, bis hin zur Vervielfältigung oder Veröffentlichung der Daten.

Die Anbieter rechtfertigen dieses Vorgehen jedoch damit, dass es für die technisch einwandfreie Nutzung von Nöten sei.

Tipp: Je weniger Daten, desto besser!

Kündigen

Ein Konto dort, ein Konto hier und schon hat man den Überblick verloren.
Um diesem Risiko vorzubeugen, sollten nicht mehr genutzte Konten bei Cloud-Anbietern gekündigt werden.

Tipp: Bei der Kündigung darauf achten, dass auch wirklich ALLE Daten gelöscht werden!

Cloud-Anbieter

Für welchen Anbieter man sich entscheidet, bleibt jedem selbst überlassen.
Jedoch gibt es auch hier Anbieter, bei denen mal mehr und mal weniger Wert auf das Thema Datensicherheit gelegt wird.

  • Wuala: Daten werden auf Servern innerhalb der EU gespeichert und für die Sicherheit der Daten wird eine End-to-End-Verschlüsselung eingesetzt.
  • Telekom Mediencenter: Daten werden in Deutschland gespeichert und der Dienst wurde vom TÜV zertifiziert.
  • Mega: Daten werden mit einer End-to-End-Verschlüsselung abgelegt. Jedoch ist der Serverstandort unbekannt.
  • Dropbox und Google Drive: Die Server stehen in den USA. Punkten können die beiden Anbieter durch das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Fazit

Die Möglichkeit, Daten in einer Cloud zu speichern und von überall darauf zugreifen zu können, ist toll.

Im Bereich „Datensicherheit in der Cloud“ kann jeder Nutzer selbst einiges zu beitragen. Wie sicher du deine Dateien also in der Daten-Wolke verbleiben lässt, kannst du selbst bestimmen. Die oben genannten Tipps können dir dabei helfen.

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