Warensicherung für Online-Shops – Wardrobing

Warensicherung für Online-Shops – Wardrobing

Mal schnell ein neues Kleid im Internet bestellt, zur Party am Wochenende getragen und anschließend an den Händler zurück geschickt. Dass dieses Verhalten dem Online-Händler schadet, vergessen dabei die meisten. 

Im Normalfall schicken wir gekaufte Ware nur dann zurück, wenn sie nicht unseren Vorstellungen entspricht, sie beispielsweise nicht passt oder falsch geliefert wurde.

Doch vor allem im Fashion-Geschäft, wird Kleidung wie Schuhe, Hosen, Shirts, Kleider oder ähnliches, von Kunden in einem entsprechenden Online-Shop gekauft und innerhalb des 14-tägigen Widerrufsrechts, an den Shop zurück geschickt.

Das ärgerliche hierbei, die meisten Kunden haben die bestellte Ware bzw. Kleidung, vorher schon einmal getragen. Dieses Phänomen nennt man Wardrobing bzw. Rückgabe-Betrug.

Was ist Wardrobing ?

Beim sogenannten Wardrobing (vom englischen für Kleiderschrank oder Garderobe) wird neue Ware bzw. Kleidung, in einem Online-Shop bestellt, diese dann ein- oder mehrmals getragen und anschließend als ungetragen sowie neu, an den Online-Händler zurück gesandt.

In den USA ist dieses Verhalten bereits zum Volkssport  geworden. Der Schaden durch das Wardrobing geht in die Milliarden. Vor allem die kleineren Händler haben mit dem Verlustgeschäft zu kämpfen.

Dabei sind bereits (laut IFH) an die 10 Prozent der retournierten Ware, nicht mehr zu gebrauchen und das auch schon, ohne das sie vorher getragen wurde.

Kommen Kleidungsstücke erkennbar getragen, an die Händler zurück, erstatten diese meist – aus Angst den Kunden zu verlieren, den Kaufpreis trotzdem. Können die Ware aber nicht mehr weiterverkaufen.

Genau gegen diesen Rückgabe-Betrug bzw. das Wardrobing, können sich die Händler bisher nicht schützen. Das könnte aber bald der Vergangenheit angehören.

Schutz gegen Wardrobing / Rückgabe-Betrug mit Seal-Tag

Bei Seal-Tag handelt es sich um ein Einwegetikett von WG Global, welches zusammen mit Bloomingdale´s in New York, entwickelt wurde.

Damit Händler sich nun vor dem Wardrobing schützen können, wird das Seal-Tag-Einwegetikett, zusammen mit dem Hinweiskärtchen, erkennbar am Kleidungsstück befestigt. So wie beim Anbringen eines normalen Warensicherungsetikettes.

Entscheidet sich der Kunde für ein Kleidungsstück, welches mit dem Seal-Tag-Etikett gesichert ist, kann er dies selbständig, durch anheben des Siegel-Ringes entfernen.

Ist das Seal-Tag-Etikett also bei der Rückgabe nicht mehr am Kleidungsstück, kann man davon ausgehen, dass der Kunde die Kleidung bereits getragen hat.

Artikelbild: w.r.wagner  / pixelio.de

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