Social Media Gefahren für Unternehmen vermeiden – so geht’s!

Der Digitalverband BITKOM hat 2015 über 500 Unternehmen in der Bundesrepublik befragt und herausgefunden, dass rund 75 % davon das Social Media nutzen. In der Industrie liegt der Wert bei 70 %, im Handel bei 73 % und im Dienstleistungssektor sogar bei 84 %.

Der Verlass auf soziale Netzwerke beim Marketing, bringt zahlreiche Vorteile und neue Möglichkeiten mit, doch man sollte dabei die Risiken nicht vergessen. Hier gibt es Tipps, wie du Gefahren vermeiden kannst.

Der erste Schritt: Die Risiken erkennen

Wie im aktuellen Social-Media-Leitfaden von BITKOM nachzulesen ist, hilft es Unternehmen, wenn sie sich erst einmal der Gefahrenerkennung zuwenden.

Unterschieden wird in:

  • Einzelrisiko: Fehler, die einer verantwortlichen Person unterlaufen (z.B. privater Tweet über Firmen-Account oder Facebook-Post zum falschen Zeitpunkt).
  • Sequenzielles Risiko: eine Handlung ist mit weiteren Prozessen verbunden und löst eine Art Lawine an Reaktionen aus.
  • Aggregiertes Risiko, kommt am häufigsten vor: einzelne Komponenten funktionieren (unabhängig voneinander) reibungslos und sind sicher, doch gemeinsam ergibt sich ein Problem – beispielsweise Umstellung auf ein neues CRM, während eine Social-Media-Kampagne gelauncht wird. Risk Management hilft, alle drei Bereiche abzudecken. Wichtig ist hierbei, dass du nicht vergisst, das vernetzte Gesamtbild zu betrachten.

Der zweite Schritt: diese Gefahren vermeiden

Abgesehen von den allgemeinen Wegen, wie es zu Fehlern kommt, gibt es konkrete Risiken, mit denen man sich auseinander setzen muss. Das unterstreichen die folgenden Umfrageergebnisse des BVDWs (Bundesverband Digitale Wirtschaft), die von Statista grafisch veranschaulicht wurden (siehe auch Diagramm unten, Quelle: Risiken bei der Nutzung von Social Media – de.statista.com):

  • Rund 50 % der befragten Unternehmen bangen um Datenschutz.
  • Fehlendes Know-how (rund 28 %), mangelnde Reaktion der Zielgruppe (25 %) und falsche Umsetzung werden ebenfalls als Problem bewertet.
  • Zu den häufigen Risiken bei der geschäftlichen Nutzung von Social Media, zählten die Befragten des Weiteren den Kontrollverlust, den Mangel an abteilungsübergreifender Zusammenarbeit, nicht ausreichend zeitliche, finanzielle und personelle Ressourcen sowie fehlende oder falsche Zuständigkeiten.
  • Als vergleichsweise weniger problematisch wurden interner Widerstand und Negative Publicity angesehen.

Dann gibt es noch Probleme, die durch unautorisierte Accounts entstehen, die von der Konkurrenz, unzufriedenen Kunden, Fans oder Mitarbeitern eingerichtet wurden. Damit vergleichbare Risiken entstehen, wenn der Account einem Hacker oder Malware zum Opfer fällt, sodass die allgemeine Sicherheit im Internet eine entscheidende Rolle spielt.

Tipps zur Gefahrenvermeidung

Wie gehst du vor, um geschwätzige Mitarbeiter, mangelnde Koordination und Beteiligung oder Schimpftiraden im Web zu verhindern? Verschiedene Ansätze sind auf die jeweiligen Probleme abgestimmt. Es ist von Vorteil, wenn du dich bei Social Media Marketing auf eine Agentur verlässt.

Die professionelle Betreuung deckt alle relevanten Bereiche ab, und die Experten kennen sogar Gefahren, die sich nicht auf den ersten Blick erschließen. Zu empfehlen ist der Service der Internet One AG, die mehrfach zertifiziert und ausgezeichnet ist und durch offizielle Mitgliedschaften stets auf den aktuellsten Informationsstand Zugriff hat.

Es ist auf jeden Fall unerlässlich, auf Virenschutz, Firewalls und so viel Sicherheit wie möglich zu setzen. Das macht Fremdzugriffe schwerer, schützt die Firmen-IT sowie Netzwerke und unterstützt den Datenschutz. Zudem sollten Accounts autorisiert und Mitarbeiter mit Zugang im richtigen Verhalten angewiesen werden.

Wenn jeder Angestellte theoretisch tweeten und Beiträge veröffentlichen kann, verliert man die Kontrolle darüber, wie das Unternehmen dargestellt wird und dass alle Angaben richtig und gewollt sind. Es ist darüber hinaus wichtig, dass nicht wahllos fremde Beiträge mit einem „Like“ versehen werden. So wird das Risiko minimiert, dass Malware die Webseite verseucht oder man durch Phishing-Emails oder Links behindert wird.

Außerdem muss bei Bildmaterial etc. sichergestellt werden, dass die Rechte hierfür vorliegen.

Wenn du genau weißt, wer für was verantwortlich ist, hilft dies bei der Organisation und Sicherheit. Oft wird ein Social Media Manager für den gesamten Bereich angeheuert. Der besitzt zwar das Fachwissen, aber je nach Umfang der Kampagnen und Präsenz auf den sozialen Netzwerken mag ihm das Ganze über den Kopf wachsen.

In diesem Sinne bietet es sich an, einen Mitarbeiter für Twitter, einen für Facebook und einen weiteren für andere soziale Netzwerke wie Xing festzulegen. In diesem Zuge sollte für jedes Netzwerk ein anderes, sicheres Passwort gewählt und regelmäßig geändert werden.

Weniger ist manchmal mehr: Vor jedem Beitrag ist zu überlegen, ob er wirklich sinnvoll ist und welchen Nutzen er bringen soll. Dasselbe gilt für Reaktionen und Interaktionen, denn ein falsches Wort reicht aus, um den Stein ins Rollen zu bringen.

Wer zu viel preisgibt, aggressiv wirbt oder keinen Mehrwert in den Posts und Tweets bietet, macht sich unbeliebt.

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